Paris Bar
Ich war kürzlich in Berlin. Routinemäßig warf ich auch einen Blick in die „Paris Bar“, jenen illustren Treffpunkt etablierter Boheme, wo normalerweise die tonangebenden Mainstream-Stars, von Lüpertz bis Heiner Müller Hof halten. Wer beschreibt mein Entsetzen, als ich schon von draußen sehen mußte, daß diesmal Hype-Neonazi Syberberg samt der ätherischen Edith Clever die Plätze mit Blick auf die Kantstraße besetzt hielten. Das Jahr der neuen Rechtsintellektuellen – von dem ich zuvor nur gehört hatte, vor allem durch zwei abendfüllende Vorträge des stets am besten informierten Hubert Winkels, erst bei der Buchmesse, dann in einem italienischen Restaurant zu Köln, bei denen er große Verbindungslinien und geheime Verknüpfungen kühn knüpfte, die in seinem Tempo-Artikel irgendwie arg gekappt und zusammenredigiert wirkten – hatte nun auch für mich ganz alleine eine kleine Show inszeniert: Syberberg und Clever abwechselnd stumm seufzend (über die verjüdelte, dekadente Kunst, die es an den Wänden der Paris Bar in dichter Salon-Hängung gibt?), sich durch die Haare fahrend, an die germanische Junker-Stirn fassend. Als sie schließlich zahlten, fragte ich mich, welches Zahlungsmittel der international geschätzte Pamphletist wählen würde: schnödes Bargeld oder die vom internationalen Judentum lancierte Kreditkarte?
Er wählte den unverfänglichen, trüben Mittelweg und füllte mit unendlicher, von diesen hektischen Zeiten ungehetzter, tiefer Geduld mit einem Füller einen Eurocheque aus, stieg in sein albernes Herrenmensch-Cape und verschwand. Kurz danach rief Heiner Müller an und bestellte einen Tisch, man schien ihm den von Syberberg eben noch benutzten freizuhalten.
Rechte und Linke in derselben Kneipe, vom selben Tisch essend und trinkend. Als letzter Unterschied scheint nur zu bleiben, daß Linke später ins Bett müssen und Rechte früher speisen.
Die Subversion der Subversion
Syberbergs fieses Pamphlet und die daran geknüpfte Auseinandersetzung, die noch einmal 1a-Neo-Nationalisten in FAZ– und anderen Redaktionen in das Gewand fortschrittlicher Liberaler schlüpfen ließ, hatte mit einem Mal grell beleuchtet und auf den Punkt gebracht, was von genau diesem Punkt aus, rückblickend betrachtet, schon seit Ende des letzten Jahrzehnts läuft: die langsame, rechte Unterwanderung (sic!) der Linksintelligenz im Namen eines aus den eigenen Reihen hervorgebrachten Begriffs: Subversion1.
Ende der 70er kamen sie endlich auch in Deutschland an: die Diskurse der „Deterritorialisierung“ (Deleuze/Guattari), der „Subversion des Wissens“ (Foucault) oder des „Geschlechts, das nicht eins ist“ (Irigaray), kurz all jene postmarxistischen, aber an der Option der Dissidenz festhaltenden, gegen die „Macht“ gerichteten Diskurse derer, denen schon 68 oder 56 der institutionalisierte und erstarrte Marxismus, wie ihn die damals noch starken europäischen KPs (in Italien und Frankreich) vertraten, zu flach, zu eng oder zu böse geworden war, um die ins Kraut schießende Philosophie des Zeichens, des Begehrens, der „Différe(a)nce“, der Minderheiten- und der Mikropolitik noch aufnehmen zu können.
Während aber in Frankreich die Benennung des Gegners als „Macht“ immer auch die orthodoxen Kommunisten schon 68 miteinschloß, war 68 hier erst der Anlaß, um Parteien zu gründen und in rasenden, hysterischen Schnellkursen alle Elemente von KP-Geschichte durchzuexerzieren (Fraktionismen, richtige Wege, Ausschlüsse, Durchbrennen mit der Parteikasse). Erst danach konnten die neuen „anarchistischen“, „mikropolitischen“ „Subversions“-Diskurse hierzulande rezipiert werden. Und natürlich zuerst dort, wo vorher der avantgardistischste (Post-)Marxismus soeben in Sponti- und Autonomie-Theorie übergegangen war.
Schillern (statt Goethen?)
1978 erschien in Berlin bei dem, während der Kern-70er der „internationalen marxistischen Diskussion“ verpflichteten Merve-Verlag direkt hintereinander Kollektiv A/traverso – Alice ist der Teufel, Sendemanuskripte eines autonomen und Sponti-Senders aus Italien, und der Reader Das Schillern der Revolte. Das war nunmehr das neue Wort: Revolte löste Revolution ab. Wie beide jeweils für etwas ganz anderes standen als ihr Name im Zusammenhang seiner französischen Geschichte versprach, und dann nochmal etwas ganz anderes erreichten, wird einmal in einer Geschichte der verständlichen Anmaßungen deutscher Intellektueller analysiert werden müssen: es erinnert verdammt an Marxens Diagnose aus dem 19ten Jahrhundert. Die deutsche Philosophie ist immer viel weiter als die deutschen Verhältnisse, wird aber frigide und selbstbezogen, weil sie nicht mit der Wirklichkeit, sondern immer nur mit anderen Philosophien korrespondieren kann. Damals blieb einer von Vernunft und Fortschritt, Frankfurter Schule und Mao-Tse-Tung enttäuschten, begrifflich entwickelten, aber gesellschaftlich einsamen deutschen Theorie nichts übrig, als eine Lektüre von Franzosen, die ganz andere Erfahrungen mit ganz anderen Zuständen gemacht hatten. Einige Autoren des Schillerns der Revolte wie Frank Böckelmann, ein brillanter alter SDS- und „Subversive Aktion“-Aktivist, heute „Katastrophen-Theoretiker“, haben das gewußt und auch reflektiert, andere wie Walter Seitter, Foucault- und Lacan-Übersetzer, Kunsthistoriker, der sich heute vor allem mit dem Nibelungenlied beschäftigt, und Dietmar Kamper, der zuletzt Theorien über die Zeit erdachte und unlängst die Post-Apokalypse ausrief, waren bereits völlig angefixt von diesen höchst diffusen und verschiedenen Diskursen, die damals euphorisch als ein neues Denken empfunden wurden. Zu den Zitierten im „Schillern“ gehören neben den großen Franzosen (also Barthes, Foucault, Lacan etc.) Félix Guattari, heute einer der letzten antistaatlichen Linken Frankreichs, und eben jener Gerd Bergfleth, der nicht erst dieses Jahr alles tat, um hier als Rechtsradikaler bekannt zu werden (vgl. „Spalten“, Spex 5/90). Die Revolte, so wie sie 78 der Merve-Verlag verstand, schillerte nämlich damals noch in allen Farben: von individualistischen, feministischen, minoritären bis zu anti-psychiatrischen Ideen, sie hatte noch keine Tradition; war neu und sah sehr schön aus. Klang wie Punk-Rock2.
Hysterie und Revolte
Wir finden das Wort „Revolte“ z. B. 1985 bei einer Publikation eben jenes Matthes-&-Seitz-Verlages wieder, wo dieses Jahr Syberberg erschien: nicht als erster rechtsradikaler M&S-Text. Anfang der 80er hatte sich das Münchner Haus einen Namen gemacht durch die Veröffentlichung von Klassikern französischer Dissidenz3 wie Bataille und Artaud, aber auch von Roland Barthes’ Memoiren. Niemand (außer einigen Altlinken, auf die keiner hörte und deren Denunziationsinteresse gegenüber dem „Neuen“ ja auf der Hand lag) las damals das Büchlein Kritik der palavernden Aufklärung, Bergfleths erstes rechtsradikales und antisemitisches Pamphlet, niemand nahm zur Kenntnis, daß der Bataille-„Thanatograph“ (eine Biographie ist schon ein vulgäres Ranschmeißen an unfeine Lebenstatsachen in diesen Kreisen) Bernd Mattheus – der dieses Jahr an Syberbergs Schweinkram in einer Rezension des Rheinischen Merkurs nur ein paar sprachliche Unfeinheiten zu bemängeln hatte und ansonsten die Nähe zu „großen“ skeptizistischen und neo-reaktionären Denkern wie etwa Botho Strauß’ (noch so ein Früchtchen, das in diesen Zusammenhang gehört) Liebling Gómez Dávila erfreut notierte – schon damals eher ein Reaktionär hinter der Maske des „Skeptizisten“ als ein Radikaler oder subversiver war. Aber niemand las auch das vor galligem, unbefriedigtem, trübem und aggressivem Kulturpessimismus nur so dampfende Nachwort zu dem Band, von dem ich hier rede (Mattheus/Matthes [Hrsg.]: Ich gestatte mir die Revolte), in dessen Verlauf Verleger Matthes sich eine neue Definiton von „radikal“ zusammenschreibt, die seine neo-reaktionären Freunde und ein paar bittere alte Männer mit Van Gogh und Artaud zusammenschmeißt, im Kampf gegen einen Kulturbetrieb, zu dem er Godard, Achternbusch, Beuys und Rainald Goetz atemlos, unbestimmt gekränkt und offensichtlich zukurzgekommen, ressentimenterhitzt zusammenhechelt.4 Nein, man war ja schon hocherfreut, wenn ein rarer Text von Carl Einstein veröffentlicht wurde. Niemand sonst tat sowas. Die Linke, falls es sie damals noch gab, versäumte nicht zum ersten Mal den Versuch, radikale ästhetische Positionen zu verstehen. Nun gut, außer Heiner Müller.5
Auch das Besoffensein bestimmt das Bewußtsein
Denn die Linke, die in Deutschland verpaßt hatte, eine Linke zu werden, und in ihrer Absage an ihre Tradition schließlich auch wieder nur ihre maoistische Hysterie, durch eilige Selbst-Bezichtigung von Taten, die sie nur auf dem Papier begangen hatte, durch eine neue Hysterie ersetzte, hatte in all ihren Ablenkungen und Irrwegen wieder mal verpaßt, das Potential übergreifenderer und fundamentalerer Aspekte von Dissidenz in ihren Erfahrungshorizont zu integrieren. (Was in einem Frankreich der Kojèves, Sartres, Althussers nie ein Problem war: Maoisten stritten für Drogenlegalisierung und weltferne Phänomenologen besetzten Gefängnisse.) Die, die in Deutschland mehr wollten, gerieten in den Sog einer bitteren, lebensfeindlichen Altmännerszene, die sich hinter Begriffen wie „radikal“, „subversiv“ und „Revolte“ zwar immer noch ziemlich gut zu verschanzen wußte, geschützt von den Namen einiger spielerischer, integrer und unabhängiger französischer Geister, deren Spiel dann in ihrer Lektüre zum martialischen Ernst eines deutschen Theoriegebäudes verkam. Auch wenn sich damals schon der gespreizte „hohe“ Ton, die nicht endenwollenden Ergebenheitsadressen an Ernst Jünger, die Feier von Urgründen, Heldentum und/oder einsamen Eliten, und auch schon der Krieg und die Krieger durch die Verlautbarungen des M&S-Verlages zogen: wir hatten schließlich jahrelang vertreten, daß verdächtigendes Lesen denen ihr Spiel ist und daß der Faschismusverdacht eine Technik des BRD-Establishments – von Lehrern bis Feuilletonisten bis zu den Lummers dieser Welt, die sich von Hausbesetzern immer an die SA erinnert gefühlt haben wollten – sei, um von der Verkommenheit der eigenen, liberalen Machtausübung abzulenken. Wir lasen diesen Stoff gegen den Betrug, den wir erlebt haben: uns hatte nicht eine kommunistische Partei betrogen, sondern sozialdemokratische Herrschaft war die einzige, die wir richtig gut kannten. Horst Herold und Helmut Schmidt. Gegen sie hätte die gute alte Dialektik der Aufklärung womöglich ausgereicht, wenn nicht alles Sprechen im Namen der Vernunft und des Humanismus vergiftet gewesen wäre, von der Praxis „vernünftiger“ und „humanistischer“ Kanzler und Polizeipräsidenten. Wir hatten keinen präzisen Feind, eine KP, die den Kommunismus versaut hatte bis zur Rechtfertigung von Gulags (mithin ein theoretisches, moralisches und philosophisches Problem: die KPF hatte ja keine echten Gulags gebaut), sondern wir halluzinierten uns in die Feindschaft zur Vernunft – denn als irgendwie institutionalisierte Vernunft empfanden wir den Regierungs- und Kulturtyp, gegen den sich Punk aufgelehnt zu haben glaubte.
„Martin Bormann is innocent“
Eine ziemlich vage Analyse, die für die Musikwelt taugte, für Punk, New Wave, Pop 82, für Flirts mit Dandysmen, Bejahung der Künstlichkeit etc., für anti-sozialdemokratische Deterritorialisierungen, die helfen sollten, nicht denen ihr Spiel zu spielen. Der Fehler dieser Bewegung, die manche Öffnungen und Wege für freiere und neue Lebenstechniken gegen Staat und Macht jenseits von „Authentizität“ und Verbesserungsvorschlag tatsächlich hervorbrachte, die jenseits dessen, was der 78 begonnene Diskurs in Deutschland so trieb, realisierte, wovon Deterritorialisierer in ihren Uni-Seminaren nur träumten, war, daß sie auf der Ebene der im Diskurs angelegten politischen Fallstricke nicht auf der Höhe der Zeit war, die realen Machtverhältnisse in Deutschland ignorierte oder mißverstand. Wie sollte das, was aus einer Praxis mit und gegen die große, aber nicht regierende, wenn auch an der Macht partizipierende KP an Begriffen und theoretischen Werkzeugen hervorgegangen war, hier von einer Phantomlinken aufgenommen werden, die die eigenen, nie begangenen Phantomverbrechen zu sühnen und die dabei entstandene Mentalität zu dekonstruieren bemüht war, eine von Anfang an halluzinierte politische Bewegung, die sich noch einmal selbst mit großem Getöse symbolisch abschaffte, irgendetwas mit dem neuen Leben in den Städten zu tun haben? Und was mit einer neuen reaktionären, aber bleiern friedlichen Politik, die dieses nicht mehr bekämpfte, sondern nur dessen Gedeihen nutzte, um anderswo und auf anderer Ebene zuzuschlagen und durchzusetzen. Doch in dieser Abschaffungs- und Selbstkritikgeste, die die Anwendung der französischen Denkweisen auf deutsche Verhältnisse war, verband sie sich mit durchaus präzisen und mächtigen Strukturen in der vorübergehend kalt gestellten Zombie-Fraktion des deutschen Geistesleben, war – ohne zu wissen, welchen Weg sie ging – genarrt von der bindungslosen Immaterialität des Diskurses, auf dem Wege der Radikalität bei den grauesten, aber sehr regen Konservativen und Reaktionären angelangt.
Death Metal
Von Jünger erzählt man sich, daß er alles überwacht und/oder interessiert verfolgt, was Matthes und seine Leutchen treiben („Da sagt dann der 95-jährige Jünger zu dem Endsiebziger Mohler: ‚Junger Mann, machen Sie mal.‘ Mohler ruft dann seine Mittfünfziger zusammen, die jungen Leute, und die besprechen sich mit ihren jungen Leuten“, so ein Kenner der Szene). Die deutschen Elitären, Carl-Schmitt-Fans, Soldatischen und Antisemitischen haben zwar nie viel Lärm gemacht – die „Öffentlichkeit“ ist ihnen zuwider –, aber sie haben weitergemacht. Die Franzosen halfen – aus ihrer grundsätzlich anderen, verspielteren Perspektive – bei Rückgriffen auf die steinharten Primärtexte: Carl Schmitt, Martin Heidegger – wenn keiner die Namen nannte, war mindestens Jacques Derrida zur Stelle (seine letzte Veröffentlichung: ein Text zur „Europäischen Identität“, in der von der FAZ mitherausgegebenen „europäischen Kulturzeitschrift“ Liber). Doch selbst in Ich gestatte mir die Revolte gab es noch genügend Texte aus einer linken, subversiven Tradition der Revolte. Die rechten Inhalte, die Texte des Militärhistorikers Langendorff, der nebenbei einen „Karolinger“-Verlag betreibt, wo Schmitt-Exegese betrieben und der Hitler-Komplex erscheint, der den Komplex der Deutschen mit ihrer Vergangenheit zum größeren Übel als die Vergangenheit selbst erklärt, waren im Verlagsprogramm damals noch gut flankiert, nicht nur von Carl Einstein, sondern sogar von Lou Reed und Warhol (etwa in dem, in mancher Hinsicht empfehlenswerten, sich noch Dingen wie Punk und Feminismus verpflichtet fühlenden Dandysmus-Reader Riten der Selbstauflösung). Selbst die namentlich nicht gezeichneten Verlagsmitteilungen bei Matthes & Seitz, die schon in den frühen 80ern oft ins mittlerweile typische Geraune abkippten, waren immer wieder durchsetzt von „Subversions-Talk“ eindeutig linker Provenienz. Und selbst nach dem Baudrillard-Skandal (gegen den Willen des Autors hatte der Verlag sein Hauptwerk Der symbolische Tausch und der Tod mit einem Essay des rechtsradikalen Bergfleth, das nächste, Die göttliche Linke, mit Texten der Rechtsradikalen Maschke und Sander gewürzt) zitierte der Verlag auf der Rückseite der Göttlichen Linken den Pflasterstrand (damals noch kein „Weißwein“-Blatt, heute ganz aufgefressen) so: „Ein aufklärendes Buch gegen die Aufteilung der Welt in Gut und Böse. ‚Die Bereitschaft zur rigiden Grenzziehung entspringt selbst dem Denken der Rechten.‘“ Darin ist zwar der ganze Unsinn (auch von Baudrillard) auf den Punkt gebracht (hinter der bösen Aufklärung wohnt die gute Aufklärung – warum war dann die Aufklärung nicht gleich gut bzw. einer Dialektik unterworfen, von der man schon vor Baudrillard wußte, aber der argumentiert ja tatsächlich so), aber immerhin auch noch ausgesagt, daß am „Denken der Rechten“ was Falsches ist.
Politische Theologie
Vor drei Jahren schickte man mir eine Ausgabe der Zeitschrift Etappe zu. Ohne je von dieser Zeitschrift gehört zu haben, war ich einigermaßen überrascht, dort zwischen übel-schnodderigen rechts-kulturpessimistischen, als Aphorismen ausgegebenen Kalauern und Carl-Schmitt-Exegese ohne Ende, eine lobende Rezension von Walter Seitters erstem, bei Merve erschienenen, Nibelungen-Buch zu lesen, darin eine ebenfalls lobende Erwähnung von Foucaults Vom Licht des Krieges. Dies war ein anderes Kaliber als Matthes & Seitz, nicht die vage ästhetisierende, selbstgemachte „Revolte“-Definition und die Anbiederung an greise Nihilisten spielte die Hintergrund-Musik, sondern die Kriegs- und Souveränitäts-Theorie der Politischen Theologie Carl Schmitts. Hierhin hatte sich eine andere, die etatistische, ex-maoistische Radikalität als Element ehemaliger „Radikaler Linker“ der 70er verirrt. Mit Foucaults tatsächlich faszinierendem und nur im Kontext dieses Denkers zu würdigendem Kriegsbüchlein (historischer „Rassismus“ „von unten“ als erster Diskurs gegen den Souverän, der erst im 19ten bzw. 20sten Jahrhundert von Staaten adaptiert wird und erst dann zur Stütze der Macht wird – verkürzt), gemischt mit altem Klassenkampf-Feeling und den Ideen Schmitts, der einerseits das Ermächtigungsgesetz rechtfertigte, andererseits immer auch fasziniert von der anderen Seite aus mit Gewinn gelesen wurde (Benjamin, Kojève etc. – geistig gefestigten Personen sind seine Texte als die ultimativ-unverlogene Selbstdarstellung des Staates durchaus zu empfehlen), wird hier eine eigenständige, selbstgemachte Brühe angerührt, die, mehr noch als die Münchner Matthes-Szene, Zeugnis ablegte, wie aktiv und teilweise anregend, meistens nur abstoßend, es bei den neuen rechten Intellektuellen inzwischen zugeht.
Und Ausfälle gegen „pluralistische Nivellierung“ haben wir schließlich auch schon verfaßt. Erst 86 oder 87 schrieb ich in einer Leserbriefantwort klarstellend, daß wir damit einen „falschen“, eben „nivellierenden“ statt Unterschiede zulassenden Pluralismus meinten. Das Modell Pluralismus soll die eine Wahrheit verschleiern stammte zwar aus dem, heute nur noch Stalinismus geheißenen Leninismus, wurde deswegen aber nicht falscher, weil man in den 80ern herausbekam, daß der Pluralismus auch verschiedene Wahrheiten verschleiern kann; nur daß wir uns nie ganz klar machten, ob sein verheerendes Wirken im Dienste der Macht ein politisches oder kulturelles Problem, ein ästhetisches oder ein philosophisches war. Es war und ist all das, aber auf der politischen Ebene muß man sich natürlich vorstellen können, was man stattdessen will. Rock’n’Roll? Was ist Rock’n’Roll, Kunst oder Politik? Beides?
Wartime
Eben das ist das Problem. Wie man nicht nur an Bildern von Jörg Immendorff ablesen kann, war der Maoismus der 70er vor allem auch eine künstlerische Bewegung. Das machte er sich vor allem dadurch klar, daß viele seiner hervorragendsten Vertreter Künstler wurden. Andere dagegen blieben in einer finsteren Halbbewußtheit über diesen Zusammenhang und landeten folgerichtig bei denen, die immer schon Politik ästhetisiert hatten, der Jüngeristischen Rechte, der National-Boheme, den Putschisten, Malapartianern und Schmittianern. Den Genießern der Militär- und Kriegshistorie, den Theoretikern der Bestie Mensch, die nur Autoritäten, starke Staaten und geniale, Künstler-artige Chefs im Zaume halten könnten. So wie Lüpertz die Farbe und Rollins seinen Body. Alles Naturgewalten, Material für die Ästhetik und ihre eisenernste, härteste Disziplin. Mittlerweile redet ja auch Henry Rollins, als hätte er nach Nietzsche nun auch Schmitt entdeckt: „Wartime ist jetzt – immer. 365 Tage im Jahr, 24 Stunden am Tag. Ob es eine Hochzeit, eine Liebesaffäre, die Golf-Krise oder der Dritte Weltkrieg ist …“
Anamnese der Genese
Dabei ist die Lage, inclusive der neuen deutschen Lage, die all die Figuren, von denen hier eben die Rede war, Morgenluft wittern läßt, ja eben gerade gekennzeichnet von einem schwülen, unheimlichen Frieden, von enorm friedlichen Territorialgewinnen draußen in der Welt und Reterritorialisierungen in den Minds der Menschen. Was in der Welt der Texte passiert, ist nicht deswegen dazu angetan, das Verschwinden des Menschen, des Subjekts, die allseits simulierte Welt zu denken, weil dem tatsächlich so wäre. Die Textproduzenten haben nicht nur im Laufe der letzten Zeit ihre Hysterie, deren Geburt um 68 als verdrängte Erkenntnis der Unfähigkeit, dissidente Politik zu verwirklichen, stattgefunden haben muß, nicht beseitigen können, sondern stattdessen in die siebte Potenz gesteigert, wo sie nun überhaupt nicht mehr weiß, warum sie denkt, was sie denkt. Dieses Jahr starb auch der große deutsche Marxist Alfred Sohn-Rethel und hinterließ als „sein Motto“ im FAZ-Fragebogen, den er kurz vor seinem Tod ausgefüllt hatte, die „Anamnese der Genese“. Wenn noch was zu retten ist, vom Denken in Deutschland, muß genau damit begonnen werden: wie kam es, daß wir, die ohne Kunst auf der Höhe der Zeit und mit dem antihumanistischen Erbe schlechthin aus dem Krieg kamen, nur von einigen Emigranten richtig eingeschätzt, die wir nie richtig auf unsere bundesrepublikanische Wirklichkeit anwenden konnten, unsere phantomlinke, anti-phantomlinke-phantomsubversive und schließlich neo-reaktionäre Hysterie entwickelten. Nicht weil es keine Wirklichkeit mehr gab. Nicht weil es den Menschen, das Subjekt, die Geschichte nicht mehr gibt, nur noch eine simulierte Welt, sondern weil es dieses Land und seine Kultur nicht mehr gibt und geben darf, weil es keine deutschen Menschen mehr gibt (und auch nicht wieder gibt, sondern als Deutsche nur deutsche Anti-Menschen). Der Vorteil dieser Lage war, eher zu erkennen als andere Völker, daß es überhaupt keine Nationen geben darf, erst recht keine Weltordnung, die an ihre Stelle tritt, um die fortgesetzten Verbrechen in ihrem Namen zu rechtfertigen. Das heimatlose Denken von Emigranten aus Deutschland war demzufolge das einzige Denken auf der Höhe der Zeit, es enthielt die Negation der Nation ebenso wie die Negation der an ihre Stelle tretenden Zusammenhänge.6
Immer, wenn eine Fraktion der Bourgeoisie im Konkurrenzkampf überholt wird, behaupten ihre Intellektuellen, das Ende der Welt sei nah.
Mit der Konsolidierung einerseits der bleiern-friedlichen Bundesrepublik und andererseits ihrer forcierten Rolle im Weltausbeutungszusammenhang, trat an die Stelle der Emigranten eine hysterisch-selbstbewußte Schicht, die eine eigene Kultur brauchte und immer wieder verzweifelt Theorien erfand, die Metaphern für Eingriff und Zugänge zum Wirklichen bieten würden, das doch schließlich so offensichtlich mit deutscher Beteiligung gestaltet und bewirtschaftet wurde. Oder sie verfielen in Pessimismen und Nihilismen. Sie stehen jetzt zur Debatte, als abendländisch-deutsche Kulturmenschen, deren letzter Akt die Identifizierung mit Herrenmenschen, Kriegern, Junkern, Nihilisten und anderen vermeintlichen Adligen des Geistes produziert. Die Revolte ist dabei ebenso als Begriff den Bach runtergegangen wie vorher die Revolution. Nicht die Welt ist simuliert, ihre ist es, nicht der Mensch verschwindet (und wenn, dann aus ganz anderen Gründen), sondern dieser Typ. Der darüber zur Verbitterung gewordenen verallgemeinernden Theorie kümmert die heißen Zonen der Welt, wo tatsächlich die Entscheidungen gefällt werden, ob Menschen eine Chance haben, ziemlich wenig. Ein einzelnes Scratch-Geräusch erzählt mehr davon als das Gesamtwerk von Baudrillard. Doch die rasend fortschreitende Wirklichkeit der in sich völlig unkriegerischen ersten Welt bietet plötzlich eine neue, noch uncodierte Lage, die so etwas wie die Erdung der reaktionären Hysterie werden könnte. So wie die seinerzeit völlig neuen Krisen der 20er die völkische Hysterie ehemaliger Wagnerianer erdeten. Im blutigsten Sinne. Das haben die Syberbergs begriffen (bzw.: natürlich nicht begriffen, vielleicht: gewittert). Und viele, darunter wunderschöne Matthes-&-Seitz-Bücher, werden in dieses Fundament einer finsteren deutschen Scheiße eingehen. Sie werden nicht mehr verbrannt, heutzutage, die schönen Bücher, sie gehen ein in eine rasend sich selbst unklare, in ihrer undialektischen Verfeinerung stumpfe Kultur, die nicht weiß, wovon sie redet, welche Begriffe warum durch ihre Texte spuken, nicht ahnt, wer das alles zahlt (nicht mit der Kreditkarte). Aber ihre Feinheit wird sich selbst vernichten in der Wirklichkeit, mit deren Politik sie sich nun wirklich verbindet: Deutschland, und seine neuen friedlichen Kriege.
Irren ist historisch, Mythen sind mörderisch
Denn eines hat immer noch auch die heruntergekommenste oder verirrteste Linke gekonnt. Dadurch, daß sie auf die Wirkung ihres Denkens schaut, entfaltet sie immer eine moralische Dimension. Sie überprüft immer ihre Ergebnisse, ob sie sie nun verdrängt, in den Gulag sperrt oder als RAF verläßt. Nach einem bestimmten Zeitraum landet sie bei der Selbstkritik, arbeitet an der Anamnese der Genese. Diese Moral ist keine Moral, die man hat, als guter Mensch, wie die christliche, sie ergibt sich aus der Auseinandersetzung des Denkens mit seinen Wirkungen, entfaltet sich aus der Wirklichkeitszugewandtheit linken Denkens. Diese Dimension fehlt jedem rechten Denken, egal ob es etatistisch oder nihilistisch daherkommt, es bleibt kontemplativ, sich selbst unklar, weil nur sich selbst verantwortlich: es herrscht oder wendet sich ab. In einem Aphorismus ordnet Bernd Mattheus dem aufklärerischen, kritischen Denken die Sätze zu: „das gibt es nicht mehr … das sollte es geben“; dem – von ihm vertretenen – skeptizistischen Denken: „das gab es nie … das wird es nie geben“. Darin beschreibt er exakt zwei falsche Positionen, erst den sozialdemokratischen, regressiven Kulturpessimismus der Toskana-Fahrer, dann den reaktionären, lebensfeindlich-eisigen Pessimismus der Kulturrechten. Eine revolutionäre Position sagt immer: das gibt es (Wirklichkeit, Geschichte, Veränderung). Es ist nachvollziehbar, wie in Opposition zum Das-gibt-es-nicht-mehr-das-sollte-es-geben der rechte bittere Nihilismus sich formierte, auch aus linksradikaler Asche, aber da er unfähig ist zur Anamnese seiner Genese, ist er dazu verurteilt, in seiner fatalen Position für immer zu verharren. Linke Fehler, wie tragisch auch immer ihre Konsequenzen waren, sind korrigierbar, denn sie finden in der Geschichte statt; der rechte Fehler ist ein zeitloser, kalter Mythos. Seine Spur trägt sogenannte „Mentalität“.
Die Feinde unserer Feinde sind auch unsere Feinde
Inwieweit unser eigener anti-liberaler, anti-sozialdemokratischer Diskurs aus den frühen 80ern und dessen immer noch spürbare Wirkung für allerhand Subkultur-Realität mit diesen Vorgängen über das Gesagte hinaus etwas zu tun hat, ist schwer zu sagen. Das Privileg jeder subkulturellen Praxis ist, durch Ankoppelung an den Weltgroove und Unterworfensein unter Wirkungs- und Differenzierungslogik immer ein Bewußtsein von der Dialektik von Verfeinerung und feinem Stumpfsinn zu haben. Die Geräusche, die uns von universellen Maschinen abgeleitete Gerätschaften in unsere Discotheken und Raves übertragen, erzählen von beidem: vom völligen Zerstörtwerden des Menschen, Marke Peripheriebewohner und Marke philosophisches Konzept, und den Chancen für ganz neue Menschen, ebendort im Umgang mit diesen Maschinen. (Wenn es neue Menschen gibt, wird Coltrane für sie wichtiger sein als Plato.) Die besondere Chance der Subkultur und der wenigen deutschen Denker und Dichter, die diese Chance genutzt haben, wie Hubert Fichte und der frühe Brinkmann, war die Möglichkeit, Deutschland zu entkommen. Deutschland als dem Platz, wo man Kunst und Politik nicht unterscheiden kann. Wo man Wagner-Opern – wie vom jungen Thomas Mann erlebt und erzählt – für ein nationalpolitisches Ereignis hält. In so einem Lande hält man auch Rock’n’Roll für Politik, ich zum Beispiel, aber es ist eine Politik, hier, die mit dem globalen Groove kurzschließt, der dieses hysterische Mißverständnis schließlich aufhebt und in besten Fällen sogar austrägt, statt es zu erden. Das Land, das schon 1871 auf einer Hysterie aufgebaut wurde, die ihren Musikgeschmack mit Bajonetten durchsetzt, hat nach all den friedlichen, fremdbestimmten Fußgängerzonenjahren wieder angefangen, an seinen Wahnsinn zu glauben.
- Wenn im folgenden von „Subversion“ oder von „Revolte“ die Rede ist, dann weil diese Begriffe ein Aufbegehren gegen den Staat und seine Institutionen, gegen Macht oder Herrschaft meinen, die ohne die traditionellen Massenbewegungen auskommen (müssen) und daher für linke und rechte Unternehmungen taugen und – vor allem der Begriff „Revolte“ – auch für ganz und gar unpolitische Unternehmungen, jene „unabhängigen Linken“, Vertreter post-marxistischer Dissidenz-Position, sich aber – ohne diese Ambivalenz, auch in der Geistesgeschichte dieser Begriffe, sich klar zu machen – vertrauensvoll mit der totemistischen Funktion dieser Begriffe zufrieden gaben. Grundsätzlich: die Revolte, zu der sich mehrere – als Minderheit – zusammenfinden, darf links genannt werden (merve, 78); diejenige, die per definitionem ausschließlich die Sache Einzelner ist, nenne ich reaktionär (Matthes, 85). ↩︎
- Lester Bangs’ Analyse von Richard Hells politischem Denken und Wollen brachte allerdings schon damals auf den Punkt, daß und wie die „Blank Generation“ uneingestandene Wurzeln bei alter Dekadenz und altem Nihilismus hatte. Nichts wogegen irgendjemand oder Bangs zunächst was hätte; nur vor dem Weißen Haus aufmarschiert und von Jimmy Carter gefragt, was sie denn wollten, würden sie, so Bangs, nachdem sie der Nationalgarde Sicherheitsnadeln in die Gewehrläufe gesteckt hätten, nur antworten können, nach einigem Zögern: Freibier und TV für alle. – Das Extra-Problem so vieler kultureller Dissidenz-Bewegungen (vgl. Situationismus) ohne politische Verwurzelung oder Koppelung an globale Erschütterungen: Mikropolitische Rebellion gegen Langeweile produziert am Ende wieder nur Langeweile. ↩︎
- Zurecht könnte man fragen, welcher Begriff von Dissidenz Bataille und Artaud mit einschließt, ohne gleich jeden individualanarchistischen Ansatz mitzurechnen. Aus dieser Schlinge rette ich mich, indem ich auf relevante linke (in einem Sinne, der Adorno, Deleuze und Foucault zur Linken rechnet) Rezeption gerade dieser Autoren verweise. Das Problem geht sicher zurück bis zu Benjamins Baudelaire-Lektüre bzw. zur 200 Jahre alten Boheme-internen Frage, ob die Chartreuse-Trinker an den Bier-Tisch dürfen und umgekehrt. Für mich gehören alle Trinker zusammen. ↩︎
- Das klingt dann z. B. so: „Es erweckt Zweifel, wenn jemand einer Mode angeblicher Radikalität frönt. Zutage kommt Erbaulichkeit oder die hohle Geste (exakt sein Problem, D.D). – Wie die Erbaulichkeit des Trauermienen-Existentialisten der 50er Jahre in seinem dufflecoat, sich selber und seinen Sonderstatus genießend, sich in seiner Angst und Freude. Oder ‚Radical chic‘: Prestige, klischiert und medioker wie das Insein eines heterosexuellen Friseurs und einer lesbischen Mutter. – Godards Filme haschen nach Radikalität wie Achternbuschs Hervorbringungen und die von einer Intellektuellenschickeria hochgeputschten pubertären Phantasien à la Rainald Goetz, ähnlich sehe ich den apokalyptischen Dandysmus des späten Beuys. Der Verschönerungspunker sehnt sich nach Ordnung und eindeutigen Verhältnissen wie der Schablonenmensch. Und ist der Computerfreak bei seinen Verrichtungen so anders?“ Ich weiß nicht, wie diese Krankheit heißt. ↩︎
- Notabene: Ich rede nicht von der gewinnbringenden Lektüre brillanter Reaktionärer, die ich als alter Fan von Benn, Hamsun, Celine, Pound und – teilweise – Jünger mehr als nur zu schätzen weiß, nicht von der Schärfung des Vokabulars durch eine Lektüre rigoroser Geister, mit denen man manch gemeinsame Feinde hat und deren Nicht-in-unsere-Band-Integriertsein ebensooft die Schuld der Band war. Nein, ich rede hier davon, wie man in den frühen und dann gar nicht mehr so frühen 80ern Reaktionäre als Subversive las und in nicht so eindeutigen Fällen nicht nur in reaktionären Texten womöglich vorgekommene, in irgendeinem Sinne subversive, sondern eben auch gerade rein reaktionäre Ideen als subversiv las. ↩︎
- Denn diese Emigranten hatten ja kulturelle Wurzeln in einer spezifischen, der deutsch-jüdischen Hochkultur des 19. Jahrhunderts. Deswegen waren die Chefs der Frankfurter Schule auch ab 68 doch nicht mehr anschlußfähig: ihre Negation der Weltverhältnisse vom Standort eines bürgerlichen Kulturerlebnis des 19. Jahrhundert aus hatte auch jede Beschäftigung mit / Zurkenntnisnahme / Verständnis der Nachkriegspopkultur/-gegenkultur verhindert, die sie nun nicht mehr dialektisch als das neu potentiell Richtige des neuen Falschen wahrzunehmen vermochten. In der undialektischen Lektüre der Kulturindustrie, der Sub- und Gegenkulturen, der Mode, begegnen sie dann am ehesten wieder Typen Marke Matthes, in diesem Zusammenhang sind die „Aber-ich-komme-doch-eigentlich-von-Adorno“-Sprüche auch Syberbergs zu verstehen. ↩︎