Vibe

Die interessanteste Zeitschriftenneugründung war zweifellos Vibe: Das Beste, wofür Quincy Jones seit der Scheidung von Nastassja Kinski sein Geld ausgegeben hat. Afro-amerikanische Musiker, Filmstars, Theoretiker stellen sich (überwiegend) afro-amerikanischen Journalisten (der Chefredakteur ist ein weißer Grunger). Allgemeine Issues der people of color werden sowohl als easy-reading-News-Shorties wie auch als lange Artikel verhandelt (mittlerweile eine Rarität in der US-Hip-Presse-Landschaft). Dabei findet man hier zwar nichts, was man als Simultan-Leser von The Source, Transition, Village Voice, Essence, Emerge, City Sun, YSB und i-D nicht schon irgendwie kennen würde, aber wer kann das schon alles lesen. Besonders erfreulich, daß Vibe auch optisch gefällt und im US-Zeitschriftenmarkt wahrscheinlich die einzige (ruhigere) graphische Alternative zum Raygun-Grunge-Layout darstellt.